Literarische Spurensuche: das Motiv der Brücke

“Die Brücke” nannte sich die innovative expressionistische Künstlergruppe um Heckel, Kirchner und Schmidt-Rottluff, die einst neue Wege in der Malerei begehen wollte und immer wieder begegnet man dem Brücken-Motiv auch in anderen kulturellen Zusammenhängen, etwa als Symbol für die Überwindung von trennenden Grenzen, für die Bereitschaft zum Dialog oder auch für das Betreten von Neuland:

Kein Schnäppchen: 6 Monate Schule auf See

Auf den ersten Blick klingt es wie ein lang gehegter Schülertraum: 6 Monate durch die Welt segeln statt Fernunterricht im Home-Office. 33 Schüler und Schülerinnen, drei Lehrkräfte und eine erfahrene Segelcrew sind jetzt mit der “Pelican of London” im niedersächsischen Hafenstädtchen Emden wieder an Land gegangen und von Freunden und Verwandten herzlich empfangen worden:

Extremwandern und Draußenseinkönnen in der Pandemie

Ein guter Freund von mir und seine Frau haben in 7 Etappen Deutschland von Flensburg bis zur Zugspitze durchwandert. Das ist schon was und durchaus bemerkenswert. Für die 54-jährige Ex-Managerin Christine Thürmer wäre das aber noch nicht genug. Sie hat mehr 50 000 Kilometer per Pedes zurückgelegt, sie ist schon den Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada gewandert und hat ein tolles Buch darüber geschrieben und ist jetzt trotz Pandemie auf Schusters Rappen durch Masuren unterwegs.

JGS-Lesetipp: Pixeltänzer von Berit Glanz

Selten hat der Debütroman einer jungen, noch nicht einmal 40-jährigen Autorin so für Furore im Literaturbetrieb gesorgt wie “Pixeltänzer” von Berit Glanz. Und in der Tat: Die raffinierte Verknüpfung der beruflichen Gegenwart der Hauptfigur in einem Start-up mit der Geschichte eines Künstlerpaares aus 1920er-Jahren hat er in sich. Hier ist unser JGS-Lesetipp:

Einen Schlussstrich ziehen unter die Ära Cro?

JGS-Absolvent und Rapper Cro lebt seit mehr als einem Jahr nicht mehr in Stuttgart, sondern auf Bali. Hier sei es das ganze Jahr warm, die Sonne scheine immer und er könne ganz viel draußen sein. Jetzt hat er sein neustes Doppelalbum “Trip” herausgebracht, er hat es auf der exotischen Ferieninsel aufgenommen und es klingt anders als seine Vorgänger:

Was ist jetzt mit Rosencrantz? Eine kleine Hommage an Tom Stoppard

Er ist mit allen Wassern gewaschen und gehört seit Jahrzehnten zur Creme de la Creme der englischen Dramatiker: Tom Stoppard. Seine Stücke wie “Rosencrantz and Guildenstern are dead”, “Jumpers” oder “Travesties” sind unter den meist gespielten Stücken auf englischen Theaterbühnen, auch das Drehbuch zum oscarprämierten Kinostreifen “Shakespeare in love” stammt auch aus seiner Feder:

Auf dem Prüfstand: Literaturverfilmung “Ein fliehendes Pferd”

Literaturverfilmungen gehen oft daneben. Häufig verwässern sie den literarischen Gehalt eines Werks, trivialisieren die Inhalte und machen einen Stoff plump massenkompatibel und damit vielleicht profitabel. Doch es gibt auch Gegenbeispiele: Bei Rainer Kaufmanns Film “Ein fliehendes Pferd” nach der gleichnamigen Novelle hat Autor Martin Walser am Drehbuch mitgearbeitet. Das Ergebnis aus dem Jahr 2007 kann sich wirklich – im besten Sinne des Wortes – sehen lassen:

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