Kommt uns nur noch die Komödie bei?

Der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt zog einst das Fazit, wonach uns Menschen nur noch die Komödie beikomme. Dürrenmatt war Pessimist und das Nachkriegseuropa der 1950er-Jahre freilich eine ganz andere Zeit als die frühen Zwanzigerjahren des 21. Jahrhunderts, dennoch macht es Sinn, der Frage, welche Darstellungsform für Zeitkritik heute geeignet sein könnte, einmal nachzugehen:

Ein weites Feld: Tiermetaphorik

Dass zweibeinige und vierbeinige Wesen in verschiedenster Hinsicht einander nicht unähnlich sind, dürfte der Grund sein, warum unsere Sprache oft mit Tiermetaphern arbeitet. Sie können positiv gemeint sein wie etwa beim schlauen Fuchs, aber auch negativ konnotiert sein etwa beim sturen Bock oder der dummen Ziege. Schauen wir mal etwas genauer hin:

JGS-Lesetipp: Reiseromane

Laurence Sterne, der mit seinem “Tristram Shandy” einen der wichtigsten literarischen Romane des 18. Jahrhunderts geschrieben hat, gehört zu den frühen Vertretern des Genres Reiseroman. “Yoricks empfindsame Reise durch Frankreich und Italien” erscheint 1768 und wird ein großer Erfolg. Hierzulande schlägt der aus anderen Zusammenhängen bekannte Freiherr Knigge mit “Die Reise nach Braunschweig” auf:

Literarische Spurensuche in Cornwall

Durch den G7-Gipfel in St. Ives und Carbis Bay ist eine der landschaftlich schönsten Regionen Englands wieder in den weltweiten Fokus gerückt: Cornwall. Bei uns geht es heute freilich nicht um Politik, sondern um die Spuren, die diese maritime Gegend im englischen Südwesten am Atlantik in der englischen Literatur hinterlassen hat:

Eine Geschichte mit vielen Ups and Downs: Das Sonett in der deutschen Lyrik

Viele denken beim Sonett vor allem an Gedichte von Shakespeare, Dante oder Petraca, in Deutschland gelangt diese klar strukturierte Gedichtform erst mit den Barocklyrikern Andreas Gryphius und Paul Fleming in ein breiteres öffentliches Bewusstsein. Freilich hat Matrin Opitz mit seinem “Buch von der deutschen Poeterei” bereits 1624 die Grundlage dafür gelegt:

Satiren im 20. Jahrhundert

In der Literatur des 20. Jahrhunderts wird der satirische Roman von Autoren wie Aldous Huxley und George Orwell eingesetzt, um vor den Gefahren einer dystopischen Gesellschaft zu warnen. Schöne neue Welt, Farm der Tiere und 1984 werden zu Bestsellern, freilich, ohne den erhofften gesellschaftlichen Wandel in die Wege zu leiten:

Ibsens Gesellschaftsdramen im Exil

Seine klug konzipierten Gesellschaftsdramen zählen bis heute zu den meistgespielten Stücken auf deutschen Theaterbühnen: Henrik Ibsen. 27 Jahre verbrachte der Norweger im freiwilligen Exil in Italien und Deutschland, bevor er wieder in sein Heimatland zurückkehrte:

Amerikas Meister der Selbstinszenierung: Ernest Hemingway

Ernest Hemingway verstand das Spiel mit den Medien wie kaum ein Zweiter zu seiner Zeit und wusste sich stets geschickt zu inszenieren: als Draufgänger und Macho, als Weltenbummler und Kosmopolit. Der Literaturnobelpreisträger von 1954 hat in Italien, Kanada, Paris, Key West und in Havanna ein wildes Leben gelebt. Als Reporter war er im Spanischen Bürgerkrieg, in Afrika nahm er an tollkühnen Safaris und abenteuerlichen Großwildjagden teil und hat so kräftig an der eigenen Image- und Legendenbildung mitgestrickt. Auf der anderen Seite gilt aber auch: Er litt an Depressionen und anderen psychischen Krankheiten. Heute vor 60 Jahren hat er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt.

Der Entwicklungsroman vom 18. bis 20. Jahrhundert

Mit Entwicklungsroman bezeichnet man Romane, in denen die geistig-seelische Entwicklung einer Hauptfigur in ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst und mit seiner Umwelt dargestellt wird. Der Entwicklungsroman schildert den Reifeprozess des Protagonisten, der seine Erlebnisse und Erfahrungen reflektiert und in seine Persönlichkeit integriert:

Nicht nur das Eis taut: Neue grönländische Literatur

Lange blieb Grönland ein weißer Fleck auf der literarischen Weltkarte. Erst in den frühen 1990er-Jahren rückt Peter Hoegs Bestseller Fräulein Smillas Gespür für Schnee die riesige, dünn besiedelte Insel in den Fokus. Dazu trug auch die eindrucksvolle Verfilmung mit Julia Ormond in der Hauptrolle bei. Inzwischen hat sich eine kleine aktive Literaturszene dort entwickelt. Grund genug, da einmal etwas näher hinzuschauen:

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