Die Komödie im 19. und 20. Jahrhundert

Das Thema Doppelmoral führt Heinrich von Kleists Komödie 1811 am Beispiel des Dorfrichters Adam in der Komödie Der zerbrochene Krug vor. Georg Büchner legt 1839 mit Leonce und Lena eine leichte romantische Komödie auf, die in der französischen Tradition steht. Brillant sind die Komödien von Oscar Wilde: Seine Theaterstücke An Ideal Husband und The Importance of Being Earnest feiern Ende des 19. Jahrhunderts große Erfolge auf den europäischen Theaterbühnen:

Jetzt doch noch wieder Abba – das unnötigste Comeback seit vielen Jahren

Für viele gehören Abba-Songs zum Besten, was Songwriting in den 1970er-Jahre zu bieten hatte. Und selbst, wenn man kein Abba-Fan war und ist, gilt es festzuhalten, dass Ohrwürmer wie das temperamentvolle Waterloo, durch das die schwedische Gruppe mit dem ESC-Sieg 1974 mit einem Schlag weltberühmt wurde, das dramaturgisch geschickt aufgebaute SOS oder das verträumt-romantische Fernando längst Teil des kollektiven musikalischen Gedächtnis der Menschheit geworden sind. Jetzt haben die vier Skandinavier, die stramm auf die 80 zugehen, nach fast 40 Jahren ein neues Album herausgebracht. Also Zeit, in die CD Voyage mal ganz genau hinzuhören:

JGS-Büchertipp: “Lyrics” von Paul McCartney

Sir Paul McCartney vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen oder wie man im Englischen so schön sagt: to carry coals to Newcastle. Jetzt hat der legendäre, inzwischen fast 80-jährige Komponist und Musiker ein opulentes Alterswerk aufgelegt, das in zwei dicken Bänden zu insgesamt 154 ausgewählten Songs aus seiner Feder ziemlich persönlich Auskunft gibt, etwa wie die Stücke entstanden sind, wer und was ihn dazu inspiriert hat:

Heute im Porträt: Ulrich Tukur

Er ist der Tausendsassa unter den deutschsprachigen Schauspielern: Ulrich Tukur. Der umtriebige Neu-Berliner springt voller Vergnügen und Leidenschaft in seine Rollen. Oft trägt er dick auf, die dezente Annäherung an die Figuren, die er spielt, ist nicht sein Ding, aber er weiß auch: “Ohne Selbstironie geht überhaupt nichts.”

Auf den Spuren von George Orwell in England und Schottland

George Orwell, der die dystopischen modernen Romanklassiker “1984” und “Animal Farm” schrieb, war das, was man heute einen Kosmopoliten nennen würde. In seinem kurzen Leben von gerade mal 46 Jahren hinterließ er Spuren in Indien, Burma, Frankreich, Spanien und an vielen Orten in Großbritannien. In der Serie “Literarische Spurensuche” folgen wir heute diesen Spuren, die einer der größten Autoren des 20. Jahrhunderts in England und Schottland hinterlassen hat: und später die Eliteschule Eton bei London. Hier lernt er seinen großen Förderer und lebenslangen Freund Cyril Conolly kennen, der später Herausgeber des Horizon Magazines wird, und viele Texte aus Orwells Feder veröffentlicht hat.
und später die Eliteschule Eton bei London. Hier lernt er seinen großen Förderer und lebenslangen Freund Cyril Conolly kennen, der später Herausgeber des Horizon Magazines wird, und viele Texte aus Orwells Feder veröffentlicht hat.

JGS-Theatertipp: Oscar Wildes haarsträubendste Komödie im LTT

Wer Silvester Lust auf Theater hat, dem können wir Oscar Wildes haarsträubende Komödie “Bunbury oder Ernst sein ist wichtig” (der Titel noch schöner im englischen Original: “The Importance of Being Earnest”) im Tübinger LTT empfehlen. Gezeigt wird sie an diesem Tag gleich zweimal: um 17 und um 20 Uhr. Im Januar sind weitere Aufführungen angesetzt. …

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Zeitgenössische Literatur vom Feinsten: So tun, als ob es regnet

In vier Momentaufnahmen erzählt Iris Wolff in ihrem Buch So tun, als ob es regnet so etwas wie einen Generationenroman des 20. Jahrhunderts. Vom jugendlichen Soldaten im Zug bis zu der jungen Frau auf der Kanareninsel Gomera spannt sich der Bogen: Es sind vier symptomatische Geschichten, die die Autorin schließlich gekonnt zusammenführt und verknüpft zu einem blitzgescheiten gesellschaftlichen Panorama eines ganzen Jahrhunderts:

Wortmodul: Freunde und Freundschaft

In der Serie “”Wortmodul” dreht sich heute alles um ein Thema, das gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt während der langanhaltenden Pandemie von großer Bedeutung ist: Freunde. Eines der schönsten Sprichwörter über den Wert der Freundschaft stammt von Albert Einstein: “Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie Deines Herzen kennt und sie Dir vorspielt, wenn Du sie vergessen hast.“

JGS-Filmtipp: Ein Leben lang

Qualitativ hochwertige TV-Filme sind rar, nicht nur bei den Privatsendern, sondern auch im öffentlich-rechtlichen TV. Umso erfreulicher, wenn sich hin und wieder ein richtig gut gemachter Fernsehfilm gleichsam ins Programm schleicht und fasziniert, so wie das dem Regisseur Till Endemann, der an der Ludwigsburger Filmakademie studiert hat, mit der Dreieckgeschichte “Ein Leben lang” jetzt gelungen ist:

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