In der Serie “Literarische Spurensuche” geht es heute in den weltberühmten Kurort Marienbad, der zusammen mit Karlsbad und Franzensbad das böhmische Bäderdreieck bildet. Zahlreiche Dichter und Denker haben dem einst mondänen Ort ihre Aufwartung gemacht: Allein das Spektrum der Literaten reicht von Goethe, der hier in den Jahren 1820 bis 1823 mehrfach kurte und seine “Marienbader Elegie” über die unerfülllte Liebe zu Ulrike von Levetzow verfasst hat, über Gorki, Ibsen und Kafka bis zu Mark Twain und Stefan Zweig. Welche Spuren erinnern heute noch an diese prominenten Autoren?
Auf dem Goetheplatz steht eine mannshohe Statue an den Dichter, direkt vor dem Haus, in dem er seinerzeit residiert hat. Eine weitere Statue zeigt ihn zusammen mit Ulrike von Levetzow, die sein Werben um ihre Gunst aber nicht erwidert hat.
Dem russischen Erfolgsautor Gorki widmet man 1889 die imposante, neobarocke Maxim Gorki-Kolonnade, die einen wesentlichen Teil der Kurpromenade ausmacht. 1986 kommt an der Promenade dann noch die “Singende Fontäne” hinzu, ein eindrucksvolles Wasserspektakel, das von Mai bis Oktober zu jeder ungeraden Stunde von klassischer Musik untermalt und abends dazu noch von farbenprächtigen Lichteffekten begleitet wird.